Freitag, 24. Juli 2009

4 Monate mehr

Wie die Zeit vergeht... wenn ich bei meinem ursprünglichen Plan geblieben wäre, würde ich schon in eineinhalb Monaten wieder nach Hause fliegen. Aber der Plan hat sich geändert. Gott hat meinen Plan geändert.
Meine Versicherung ist schon verlängert, ich muss nur noch den Flug umbuchen. Auf Januar 2010. 4 Monate mehr als ursprünglich geplant. 4 Monate mehr in einer Gemeinde, die mir beibringt, mit dem Heiligen Geist in Freundschaft zu leben. 4 Monate mehr.
Ich bin weit weg, ja, aber ich weiß, dass ich hier im Moment genau richtig bin. Ich weiß, dass Gott will, dass ich länger hier bleibe. Und ich weiß, dass er mir helfen wird, das Geld dafür zusammen zu bekommen.
Was im Jahr 2010 passiert - ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich mich von Gott leiten lassen werde, dass ich ihm vertrauen will. Ich weiß nicht, wo ich wohnen, was ich machen oder wen ich kennen werde. Aber Gott weiß es und das ist gut so.

Freitag, 17. April 2009

Der Traum

Ich habe mich grade gefragt, warum Gott plötzlich anfängt zu reden, warum ich mir plötzlich sicher bin, dass Gott mich in den Vollzeitdienst gerufen hat und warum ich jetzt Träume in meinem Herzen finde, die ich vorher nie gewagt hätte, zu träumen....

Von Montag bis Donnerstag war hier in einer Sport-Arena die Planetshakers Conference "One". Ich weiß nicht genau, wie viele Leute da waren, irgendwas zwischen 7000-10000. Und es war einfach nur AMAZING (sorry, ich finde kein deutsches Wort, das so gut passt...). Gott bringt mir grade so viel bei und rüstet mich für den Weg, auf den er mich führen wird.
Und er hat einen Traum in mein Herz gelegt, der eigentlich total unrealistisch aussieht, aber ich weiß, dass ich den Traum nicht aus meiner eigenen Kraft leben muss, sondern dass Gott mir alles geben wird, was ich brauche:

Ich träume davon, tausende und millionen von Deutschen lobpreisen zu sehen, mit allem, was sie haben. Ich träume davon, dass die Deutschen aus ihrer kalten Mentalität aufstehen und anfangen, alles für Gott zu geben. Ich träume davon, dass Deutsche aufstehen und radikal für Gott leben. Ich träume von einer Gemeinde in Deutschland, in der die Mitarbeiter und Mitglieder in Zungen beten und auf den Heiligen Geist hören. Ich träume von einer Gemeinde mit Menschen, die sich nach mehr von Gott sehnen, nach mehr von seinem Heiligen Geist, nach mehr von seiner Kraft, nach mehr von seinen Wundern und nach mehr von seinem Durchbruch in allen Lebensbereichen. Ich träume von einer Gemeinde mit tausenden und millionen Mitgliedern, die ein Herz für diese verlorene Generation haben.

Ich weiß, dass ich das nicht verwirklichen kann! ... aber wenn Gott diesen Traum verwirklichen will, weiß ich, dass er einen Weg finden wird!
Träume, die von Gott kommen, werden immer realisiert. Durch seine Macht. Und ich weiß, dass ich diesen Traum von Gott habe. Und ich werde so lange träumen, bis ich sehe, dass der Traum Wirklichkeit geworden ist!

Donnerstag, 26. März 2009

1/3

Jetzt ist fast genau 1/3 meiner Zeit hier vorbei und so langsam muss ich mir echt überlegen, was ich nach meinem Internship machen will... Ich habe tausend Ideen und keine Ahnung =)
Aber ich lerne hier bei Planetshakers grade so viel, dass ich eigentlich nicht wieder weg will... Am liebsten würde ich hier alles in mich aufsaugen, bis ich nicht mehr kann und dann nach Deutschland gehen und das Gelernte mit den Deutschen teilen =) aber mal sehn, was Gott sagt ;-)
Ich suche auch immer noch nach einem Job. Irgendwie gestaltet sich die Suche doch schwieriger, als ich dachte... Aber heute bin ich ca. 12 Lebensläufe losgeworden und ich hoffe, dass sich wenigstens eines der Cafes meldet, bei denen ich war. Letztendlich wird Gott für mich sorgen und mir einen Job geben :)

Eine Sache, die ich hier grade lerne, ist Leidenschaft. Und jetzt, wo ich von ziemlich vielen Christen umgeben bin, die leidenschaftlich für Gott leben, merke ich, dass es das ist, wonach ich mich immer irgendwie gesehnt habe... Und ich lerne grade, dass, wenn man Gott leidenschaftlich sucht und nach einer Begegnung mit ihm schreit, er sich zeigen und Übernatürliches tun wird. Und das ist das Zweite, nach dem ich mich schon immer gesehnt habe: Seine übernatürliche Macht und Wunder zu sehen. Und bis ich das sehe, werde ich weiter schreien! =)

Samstag, 7. März 2009

heute hier, morgen dort...

Vor einem Monat saß ich im Flugzeug auf dem Weg nach Melbourne. Und hier sitze ich, in meinem neuen Zimmer, mit Menschen um mich, die eine Sprache sprechen, die ich nicht gewohnt bin zu sprechen (Spaß macht es trotzdem irgendwie) und mit lauter neuen Menschen, Gesichtern und Farben in einer riesigen Stadt. Ich habe zwei gute Freunde, die am Rand der Stadt wohnen und zu denen ich wohl 1,5 Stunden fahren würde. Letztens bin ich während der Rush-Hour durch die Stadt gelaufen und fand mich plötzlich in einer großen Masse Menschen in einem Tunnel unter dem Bahnhof wieder. Alles war vollgestopft mit Menschen, Lärm, Gesprächsfetzen und dem Geruch, der in Bahnhofsunterführungen nie fehlt. Melbourne ist eine interessante Stadt mit rechtwinklig angelegten Geschäftsstraßen in der Innenstadt und lauter kleinen Gassen, die gemütlich und manchmal fast mediterran wirken und typisch für Melbournes Innenstadt sind.

Das ist die Skyline Melbournes, die man vom Fluss aus sieht.


Und das ist eine dieser typischen Gassen =)
(ich weiß, das Foto ist nicht besonders gut, aber es ist das einzige, das ich habe....)

Dienstag, 10. Februar 2009

ein kleiner Reisebericht...

Sonntag, 01.02.2009
Flughafen Frankfurt a. M., Wartehalle

Der erste Abschnitt meiner Reise hat begonnen... Und damit beginnt auch ein neuer Abschnitt meines Lebens.
Mein Koffer war natürlich zu schwer (ich durfte nur 20 kg mitnehmen), aber ich hatte, wie erhofft, eine nette Frau beim Check-In, die ihn ohne Aufpreis hat durchgehen lassen. Leider konnte ich mir keinen Sitzplatz aussuchen, er wurde irgendwie schon vorher gebucht. Ich werde jetzt in der Mitte irgendwo sitzen, aber naja...
Nachdem meine Eltern und mein Bruder mich verabschiedet hatten, ging ich alleine weiter. Und ich habe mich dann auch plötzlich ziemlich alleine und hilflos gefühlt. Aber ich kam gut durch den Security-Check und an mein Gate.
Der Bereich, in dem ich jetzt bin, ist riesig. Von hier kommt man eigentlich zu jedem Gate im Terminal 1. Hier sind Geschäfte, lange Gänge, Lautsprecheransagen und viele Menschen. Man sieht tausende Nationalitäten und Farben, Mitarbeiter, Stewardessen und Passagiere, Kinder und Erwachsene, alles bunt durchmischt. Verschiedene Sprachen, Ansagen und Kofferrollen erfüllen die Luft. Und mitten drin sitze ich...
Ich werde mich jetzt in mein Gate und dann in mein Flugzeug begeben.
Die Reise ins Unbekannte kann beginnen!


Montag, 02.02.2009
Bangkok, Resort Hotel

Von Bangkok selber werde ich wohl nicht so viel sehen. Die Stadtmitte ist von dem Hotel, in dem ich bin, relativ weit entfernt und irgendwie habe ich keine Lust, alleine durch die riesige Stadt zu ziehen.
Während ich durch den großen, völlig unbekannten Flughafen von Bangkok gewandert bin, habe ich festgestellt, dass es sehr viel mehr Spaß macht, nicht alleine zu reisen. Es gab keinen, dem ich hätte sagen können, dass ich grade keine Ahnung hab, wohin ich gehen muss. Nachdem ich an der Information gefragt hatte, fand ich den Weg und irgendwann auch einen Vertreter meines Hotels. Ich war etwas erstaunt, als ich merkte, dass in Thailand auf der linken Straßenseite gefahren wird, aber so kann ich mich schon mal daran gewöhnen =)
Hier sind es bestimmt über 30 Grad und ich genieße es, endlich nicht mehr ständig zu frieren und barfuß gehen zu können.
10 Stunden in einem Flugzeug zu sitzen ist echt hart, ich konnte nach etwa 2/3 Flugzeit nicht mehr sitzen. Aber hier im Hotel wird eine Thai-Massage für 300 Baht angeboten und das hat mich jetzt wieder entspannt =)
Ich habe wenig geschlafen und bin müde, aber ich muss mich zwingen, wach zu bleiben, bis es spät genug zum schlafen ist.
Die Thailänder, denen ich bisher begegnet bin, sind echt nett. Und wahrscheinlich sind sie ausländische Gäste gewohnt, die ein bisschen verloren durch das Hotel streifen. Aber irgendwie kam ich mir echt hilflos vor, als ich den Raum für die Massage gesucht habe und ein netter Thailänder angesprungen kam, weil ich erst in die falsche Richtung ging.
Ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen, mich fremd zu fühlen...


Dienstag, 03.02.2009
Flugzeug Bangkok-Melbourne

Jetzt freue ich mich. Zum ersten Mal auf dieser Reise freue ich mich wirklich auf Melbourne. In etwa 8 Stunden bin ich da!
Meine Wartezeit heute im Flughafen, war angenehm, weil ich nicht alleine warten musste. Im Shuttlebus vom Hotel hatte ich einen jungen Polen getroffen, der seit 5 Jahren in Perth lebt und dorthin zurück fliegt. Und da unsere Flüge fast zur selben Zeit gingen, haben wir beschlossen, zusammen zu warten.
Ich war um 7.30 Uhr morgens am Gate und nach ein paar wenigen Komplikationen am Security saß ich gegen 8 Uhr im Flieger. Dieses Flugzeug ist kleiner, dafür aber neuer als das erste. Nachher kann ich mir auf meinem kleinen Bildschirm einen Film angucken =)
Am Flughafen war ich am Anfang etwas verwirrt und wusste nicht, wohin. Aber nachdem ich gefragt hatte, fand ich meinen Weg. Und nach einer Flughafengebühr von 700 Baht, konnte ich durch die Passkontrolle.
Diese Mal habe ich einen Fensterplatz, die Sonne scheint herein, ich sehe schöne Wolken unter mir und ich bin glücklich, in freudig gespannter Erwartung auf Melbourne.

Dienstag, 27. Januar 2009

Sehnsucht

Eine gute Freundin hat ein Gedicht geschrieben, das mich sehr bewegt hat.
Ohne weitere große Worte: hier ist es.

In Memoriam

Was ist am Ende wirklich wichtig? Wie viel Wissen, wie viele Titel, wie viel Geld? Was zählt, wenn wir gehen?

Zum Schluss bleiben nur die Erinnerungen, die Freundschaften, und die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, alle wieder zu sehen, die man liebt und die Hoffnung, bald seinem Herrn in die Augen schauen zu können. Vieles, womit man seinen Kopf gefüllt hat, wird völlig überflüssig. Und vieles, worum man sich Sorgen gemacht hat, erscheint so winzig. Am Ende zählt nur noch der Glaube. An etwas Besseres, etwas Schöneres.

Wie verloren müssen Nicht-Christen im Angesicht des Todes sein? Ich würde umkommen ohne die Hoffnung, dass ich meinen Großvater eines Tages wieder sehen werde. Und dann können wir wieder zu den Sternen reisen.

In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2009 durfte mein Großvater nach 2 Jahren Krankheit friedlich einschlafen. Seine Frau und eine seiner Töchter waren bei ihm. Und wir wissen, dass wir ihn wieder sehen werden.
Am Ende war von den vielen Büchern, die er in seinem Leben gelesen hat, nur noch die Bibel wichtig für ihn.

Was ist am Ende wirklich wichtig? Wie viel Wissen, wie viele Titel, wie viel Geld? Was zählt, wenn wir gehen?

Montag, 19. Januar 2009

Good bye...

Wenn ich wenigstens sagen könnte: "Ich komme zurück! In 8 Monaten bin ich wieder in Greifswald und dann können wir alles zusammen machen, was wir jetzt nicht geschafft haben..." Aber ich werde nicht wieder kommen, jedenfalls nicht, wenn mein Plan sich nicht ziemlich ändert...
Als ich nach Greifswald kam, war mir alles fremd. Die Stadt, die Leute, die Atmosphäre. Aber jetzt ist mir so vieles hier vertraut. Es ist zu einem Teil meines Herzens geworden.
Wenn später irgendjemand von Greifswald erzählt, werde ich vor Freude aufspringen und rufen: "Ja! Da war ich mal für 4 Monate! Es war eine total schöne Zeit und die Leute sind übelst nett!"
Ich würde alles gerne festhalten, jeden Moment, den ich hier erlebt habe. Doch so langsam beginnt mein Gehirn, Teile zu vergessen. Aber ich glaube, mein Herz kann sich an mehr erinnern, als mein Kopf.
Ich werde euch vermissen...!

Samstag, 3. Januar 2009

kaufen oder nicht kaufen...das ist hier die Frage...

Ein Visum haben ist die eine Sache, einen Flug buchen die andere...
Als ich kurz vor Weihnachten nach Hause fuhr, wollte ich gleich mit meiner Mutter einen Flug nach Australien buchen. Ich hab mich auch schon darauf gefreut, bis wir merkten, dass die Flüge inzwischen und vor allem zu der Zeit, zu der ich fliegen will, sehr teuer sind. Unter 1460 € lief da nichts. Und das war uns eigentlich zu teuer...
Nach mehreren Tagen mit suchen, surfen, Daten eingeben und überlegen, schickte uns meinen Tante eine australische Website mit Flügen für ca. 1200 €. Das war schon eher unsere Preisklasse und wir freuten uns schon, als wir feststellten, dass die Onlinebuchung nicht funktionierte. Also weiter suchen...
Am 1. Weihnachtsfeiertag saß meine Mutter im Wohnzimmer, hat in der Bibel gelesen und gebetet und Gott gefragt, was wir tun sollen. Irgendwie hatte sie die Idee, noch ein Mal auf STA-Travel zu gucken, obwohl wir auf dieser Seite schon geschaut hatten und die Flüge viel zu teuer waren. Doch irgendwie gab es plötzlich Flüge für 1150 €. Wie auch immer das funktioniert... Und es hat dann sogar geklappt, den Flug online zu buchen!
Ich fliege jetzt am 1.2. abends von Frankfurt aus los, übernachte dann eine Nacht in Bangkok und lande am 3.2. nachmittags in Melbourne.
Also, wenn Gott in meiner ganzen Australien-Geschichte nicht seine Hand im Spiel hatte, weiß ich auch nicht, wie das funktioniert haben soll... =)

P.S.: Ich wünsch euch allen noch ein frohes neues Jahr 2009, viel Spannendes, viel Herausforderndes und viele Erlebnisse mit Gott! eure Cathlin

Donnerstag, 11. Dezember 2008

I belive I can fly!

Ich kann mich einfach nicht auf das konzentrieren, was ich hier auf der Arbeit machen soll. Ständig schweifen meine Gedanken in irgendeine Richtung ab… Entweder denke ich über irgendwas Sinnloses nach oder ich träume vor mich hin, während ich meine Augen schließe oder ich singe bei der Musik mit, die im Hintergrund läuft.

Eigentlich hätte ich heute voll viel schaffen können und müssen, doch stattdessen habe ich endlich mein Visum für Australien beantragt. Am Freitag habe ich meine Zusage bekommen und wenn alles klappt, bin ich im Februar in Melbourne!

Noch am Freitagmorgen hatte ich in meinem Gebetsfrühstück dafür gebetet, dass es endlich voran geht und ich meine Zusage kriege. Abends rief mich meine Mutter dann an. Meine Tante hatte mit den Leuten von Planetshakers gesprochen und die waren davon ausgegangen, dass es klar ist, dass ich angenommen bin. Die lange Wartezeit kam also eigentlich nur auf Grund von Fehlkommunikation zustande.

Inzwischen ist eine Nacht vergangen und als ich heute Morgen in mein E-Mail Postfach schaute, entdeckte ich eine Mail mit meiner Visa-Genehmigung! Ich darf nach Australien!!! Fehlt nur noch der Flug, aber das sollte jetzt das kleinste Problem sein… Ich peile grade den 17. Januar als Umzugstag an, sodass ich Ende Januar fliegen kann, um spätestens am 4. Februar in Australien zu sein.