Freitag, 19. September 2008

an der Ostseeküste...

Ja, Greifswald ist schön. Aber nein, das Wetter gefällt mir nicht...Aber letztendlich ist das ja nur Nebensache. Leider habe ich kein Auto und so muss ich dann jeden Morgen zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wenn's regnet ist das nicht so schön...Die Leute, die ich dann antreffe, entschädigen allerdings jegliche Unannehmlichkeiten auf dem Weg. Ich würde sagen, dass ich die Hälfte der Arbeitszeit lache =)
Als ich am Mittwoch Abend letzte Woche hier ankam, hat mich die Größe (bzw. Kleine) meines Zimmers ein wenig erschreckt, aber inzwischen find ich's voll gemütlich...
Am Donnerstag Abend habe ich eine alte Freundin wieder getroffen, die vor 3 Jahren hier her gezogen ist und wir haben dann die letzten 3 Jahre im Gespräch wieder aufgeholt.
Freitag habe ich meine Arbeitskollegen und meinen Chef kennen gelernt.
Ich stand etwas schüchtern in der Küchentür, während ich auf den Jugendpastor wartete. Ein FSJ-ler (es gibt zur Zeit zwei, wie ich später herausfand) wuselte herum und ich fühlte mich ein bisschen verloren. Als Torsten Kiefer dann endlich kam, fand ich schnell heraus, dass er sehr nett ist. Nach einer Einführung in den Aufbau von Greiffiti (das ist der Jugendgottesdienst, der ein mal im Monat stattfindet und bei dem ich hauptsächlich arbeite), durfte ich mit den FSJ-lern einen Kalender basteln. Vermutlich haben wir mehr gelacht als gemalt...
Das Wochenende über war ein Visionswochenende. Erst da hat sich mein Aufgabenfeld ein wenig mehr herauskristalisiert. Ich werde jetzt bei 4 verschiedenen Teams mitmachen, die den Greiffiti vorbereiten (Deko-Team, Öffentlichkeits-Arbeits-Team, Ideen-Team und Band), bei einer Schulkooperativen Arbeit helfen und mir einen Konfikurs anschauen. Vielleicht kann ich sogar mit den Konfis eine Band auf die Beine stellen.
Am Freitag Abend hab ich mich schon ziemlich einsam zwischen 50 neuen Leuten gefühlt und hab beschlossen, früh ins Bett zu gehen. Nachdem Torsten mich am nächsten Tag vorgestellt hatte, wurde es besser. Erstens habe ich mich wohler gefühlt und zweitens war ich für die Anderen nicht mehr irgendeine Fremde, sondern sie wussten, warum ich dabei war. Und so langsam bin ich dann auch aufgetaut...(ich bin echt froh, dass ich nicht mehr so schüchtern wie vor 3 Jahren bin...da hat's immer ewig gedauert, bis ich mal aufgetaut bin und mich Leute so erlebt haben, wie sie mich jetzt so kennen). Und dann wurde es echt lustig, vor allem mit den beiden FSJ-lern...Das hat sich dann natürlich im Büro fortgesetzt....
Alles in allem, kann ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle hier oben und dass es mir inzwischen so vorkommt, als wäre ich schon eine halbe Ewigkeit hier, obwohl ich grade mal vor einer Woche umgezogen bin. Um es mal mit den Worten eines Kumpels auszudrücken: "Gott hat scheinbar ins Schwarze getroffen!".
Aber irgendwie vermisse ich meine Heimat auch (ja, ich weiß, das musste ich ja jetzt sagen...). Schade ist nur, dass ich hier eigentlich nicht so richtig ans Internet komme und ich dadurch auch nicht so viel Kontakt zu euchte. Irgendwie scheinen Briefe und Telefon bei vielen aus der Mode gekommen zu sein =)
Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende.
@ Genthiner: Ich denk an euch und bete für euch! Viel Spass und gute Gespräche bem Kartoffelfest!
Liebste Grüße aus dem hohen Norden =)

Keine Kommentare: