Wo gehen wir hin,
wenn wir am Ende des Tunnels sind?
Was ist der Sinn,
wenn wir leben und es stirbt ein Kind?
Wer hat da die Hand im Spiel,
wenn das Leben sinnlos scheint?
Wo ist unser Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt?
Fragen wir zu viel?
Eine Freundin hat mir heute eine Frage gestellt, die mich irgendwie nicht mehr loslässt. Ich hab mich das vorher schon oft gefragt, aber eine Antwort darauf wusste ich nie so richtig.
Was passiert, wenn ein Kind stirbt, das noch nie von Gott gehört hat? Ist es dann bei Gott, oder ist es verloren?
Ich weiß es nicht wirklich, ich kann mir diese Frage nicht beantworten, aber während ich darüber nachdenke, versuche ich, es mir irgendwie zu erklären.
Ich glaube, dass Kinder wenn sie noch jung sind, einfach an Gott glauben, ohne viel nachzufragen. Sie vertrauen einfach. Sie haben noch einen kindlichen Glauben. Jesus selber hat gesagt, dass wir werden sollen, wie die Kinder, weil diese noch glauben und vertrauen, ohne alles verstehen zu wollen. Und dadurch gehören sie automatisch zu Gott und ich glaube, dass er sie dann auch zu sich nehmen wird, wenn sie sterben.
Gott kann doch nicht so ungerecht sein und die Kinder einfach sterben lassen, oder?
Nein, ich glaube nicht, dass er ungerecht ist. Es sieht nur von unserer Perspektive aus betrachtet ungerecht aus. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was Gott sich dabei denkt.
"Alle Menschen sorgen sich um das Kind. Jeder gibt sein Bestes. 100 mal quält man dieses Kind. Den Eltern macht man Hoffnung. Illusionen, die wieder zerstört werden. Alle Ärzte kümmern sich, alle Schwestern. Und dann stehst du daneben und es ist vorbei. Und nicht mal einfach so, nein, unter Schmerzen. Warum??????? Wenn dieses Kind doch zu Gott gehört, dann hat es das nicht verdient..."
Warum haben Paulus und Petrus einen total grausamen Tod erlitten, obwohl sie zu Gott gehört haben?? Warum gab es schon so viele Menschen in China und Nord-Korea, die wegen ihrem Glauben brutal ermordet wurden?? Sie haben alle zu Gott gehört....und doch hat er sie zu sich genommen.
Ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Aber ich habe eine Hoffnung.
Ich glaube an Gott und ich glaube, dass diejenigen, die ihn kennen und an ihn glauben, nicht verloren gehen, wenn sie sterben. Das ist alles, an das ich mich klammern kann, wenn das Leben an seine Grenzen zu kommen scheint.
Wir gehen zu Gott,
am Ende des Tunnels.
Der Sinn ist zu leben,
trotz dieses Rummels.
Gott ist da,
auch wenn das Leben sinnlos scheint.
Und er ist und bleibt das Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt.
Ihn dürfen wir immer fragen.
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