Ich kann mich einfach nicht auf das konzentrieren, was ich hier auf der Arbeit machen soll. Ständig schweifen meine Gedanken in irgendeine Richtung ab… Entweder denke ich über irgendwas Sinnloses nach oder ich träume vor mich hin, während ich meine Augen schließe oder ich singe bei der Musik mit, die im Hintergrund läuft.
Eigentlich hätte ich heute voll viel schaffen können und müssen, doch stattdessen habe ich endlich mein Visum für Australien beantragt. Am Freitag habe ich meine Zusage bekommen und wenn alles klappt, bin ich im Februar in Melbourne!
Noch am Freitagmorgen hatte ich in meinem Gebetsfrühstück dafür gebetet, dass es endlich voran geht und ich meine Zusage kriege. Abends rief mich meine Mutter dann an. Meine Tante hatte mit den Leuten von Planetshakers gesprochen und die waren davon ausgegangen, dass es klar ist, dass ich angenommen bin. Die lange Wartezeit kam also eigentlich nur auf Grund von Fehlkommunikation zustande.
Inzwischen ist eine Nacht vergangen und als ich heute Morgen in mein E-Mail Postfach schaute, entdeckte ich eine Mail mit meiner Visa-Genehmigung! Ich darf nach Australien!!! Fehlt nur noch der Flug, aber das sollte jetzt das kleinste Problem sein… Ich peile grade den 17. Januar als Umzugstag an, sodass ich Ende Januar fliegen kann, um spätestens am 4. Februar in Australien zu sein.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lichtgeschwindigkeit
Ich habe das Gefühl, die Zeit fliegt mit Lichtgeschwindigkeit davon! Die Hälfte meiner Zeit in Greifswald ist jetzt vorbei. Ich staune immer wieder, auch darüber, was Gott gemacht hat. Sein Plan ist echt genial! Eigentlich will ich inzwischen schon fast gar nicht mehr weg hier, doch das liegt letztendlich in Gottes Hand! Und obwohl die Zeit schon fast abgelaufen ist, weiß ich noch nicht genau, was ich nach meinem Praktikum hier machen werde.
Die Zeit hier ist begrenzt, weil ich eigentlich Ende Januar nach Australien fliegen wollte, doch meine Kontaktperson scheint viel Stress zu haben und so kommt der Annahmeprozess nur sehr schwer in die Gänge. Nachdem ich mich schon im Sommer für ein Internship in Melbourne beworben habe, weiß ich jetzt immer noch nicht, ob ich wirklich hin darf. Gestern habe ich meinen Kontoauszug dorthin geschickt, weil sie sehen wollten, dass ich genug Geld habe und ich hoffe, dass ich jetzt meine Zusage bekomme, doch ich habe das Gefühl, dass das alles noch total in der Schwebe steht. Und da ich keinen Plan B habe, bleibt mir nichts anderes, als Gott zu vertrauen, dass er den richtigen Weg für mich hat und ihn mir zur gegebenen Zeit zeigen wird.
Mir sind zwei Bibelverse in die Hände gefallen, die grade total auf meine Lebenssituation passen. Als ich sie gelesen habe, hab ich einen leichten Stich im Herzen gespürt, weil mir bewusst wurde, wie wahr diese Verse sind.
Der erste Vers steht im Psalm 86, 11:
"Herr, zeige mir den richtigen Weg, damit ich in Treue zu dir mein Leben führe! Lass es meine einzige Sorge sein, dich zu ehren und dir zu gehorchen!"
Der zweite Vers steh in Sprüche 16,9:
"Das Menschenherz macht Pläne - ob sie ausgeführt werden, liegt beim Herrn."
Ich mache zur Zeit so viele Pläne - und bin jetzt echt gespannt, was Gott so vorhat und was er aus diesen Plänen macht!
Die Zeit hier ist begrenzt, weil ich eigentlich Ende Januar nach Australien fliegen wollte, doch meine Kontaktperson scheint viel Stress zu haben und so kommt der Annahmeprozess nur sehr schwer in die Gänge. Nachdem ich mich schon im Sommer für ein Internship in Melbourne beworben habe, weiß ich jetzt immer noch nicht, ob ich wirklich hin darf. Gestern habe ich meinen Kontoauszug dorthin geschickt, weil sie sehen wollten, dass ich genug Geld habe und ich hoffe, dass ich jetzt meine Zusage bekomme, doch ich habe das Gefühl, dass das alles noch total in der Schwebe steht. Und da ich keinen Plan B habe, bleibt mir nichts anderes, als Gott zu vertrauen, dass er den richtigen Weg für mich hat und ihn mir zur gegebenen Zeit zeigen wird.
Mir sind zwei Bibelverse in die Hände gefallen, die grade total auf meine Lebenssituation passen. Als ich sie gelesen habe, hab ich einen leichten Stich im Herzen gespürt, weil mir bewusst wurde, wie wahr diese Verse sind.
Der erste Vers steht im Psalm 86, 11:
"Herr, zeige mir den richtigen Weg, damit ich in Treue zu dir mein Leben führe! Lass es meine einzige Sorge sein, dich zu ehren und dir zu gehorchen!"
Der zweite Vers steh in Sprüche 16,9:
"Das Menschenherz macht Pläne - ob sie ausgeführt werden, liegt beim Herrn."
Ich mache zur Zeit so viele Pläne - und bin jetzt echt gespannt, was Gott so vorhat und was er aus diesen Plänen macht!
Samstag, 22. November 2008
Je mehr, desto cooler oder je tiefer, desto besser?
Wir leben in der Zeit von mySpace, ICQ, Facebook, SchülerVZ und StudiVZ. Jeder hat digitale Freunde und je mehr Freunde in deiner Liste stehen, desto cooler bist du. Und in dieser Welt ist es nicht schwer, Freunde zu finden. Sobald die andere Person deine Freundschaftseinladung bestätigt, seid ihr Freunde, egal, ob ihr euch seit einem Monat oder seit einem Jahr kennt. Man traut sich dann sogar mal, Leuten eine Einladung zu schicken, die man nur flüchtig kennt. Letztens habe ich mich dabei ertappt, wie ich Leuten Einladungen geschickt hab, die ich seit einer Woche kannte. Eine dieser Bekanntschaften schrieb dann zurück: "Das ist ja schön, dass ich mich zu deinen 'Freunden' zählen darf=)". Bisher kenne ich auch keinen, der eine Freundschaftseinladung abgelehnt hätte, denn wie gesagt: Je mehr Freunde, desto cooler.
Doch was passiert, wenn plötzlich Streit mit den Eltern ausbricht, der Freund oder die Freundin Schluss macht oder ein paar Klassenkameraden oder Studienkollegen ständig über dich lästern?
Wer ist dann da, der zuhört? Gibt es jemanden, der dich kennt und dem du nicht erst alles erklären musst, wenn es dir schlecht geht? An dieser Stelle kommen die vielen digitalen Freundschaften an ihre Grenzen. Hier zählen plötzlich wieder die echten Freunde. Wenn du dann deine Freundesliste bei Schüler oder StudiVZ durchgehst und feststellst, dass du keinen deiner so genannten Freunde anrufen würdest, weißt du, dass du ein noch größeres Problem hast. Hier gilt der Satz "Je mehr, desto cooler" plötzlich nicht mehr. Ab jetzt gilt: "Je tiefer, desto besser"! Schwimmt dein Freund an der Oberfläche, oder weiß er, wie du wirklich bist?
Eine solche echte, tiefe Freundschaft habe ich nur zu demjenigen, der weiß, wie ich mich verhalte, wenn ich keine Maske trage. Dieser Mensch kennt meine Schwächen und bietet mir trotzdem eine Freundschaft an.
Ich denke oft, dass ich so einen Menschen nicht verdiene, der mich annimmt, wie ich bin und mich bedingungslos liebt. Vor allem, wenn man betrachtet, wie oft ich Menschen und vor allem meine besten Freunde verletzte. Und manchmal frage ich mich, wie ich ein echter Freund sein und jemanden bedingungslos lieben kann, obwohl ich selber schon so oft verletzt wurde. Ich habe Wunden und Narben in meinem Inneren, die es mir schwer machen, Menschen zu vertrauen.
Und doch gibt es jemanden, der mir eine tiefe und bedingungslose Freundschaft angeboten hat: Jesus.
Und ich kann mich nun entscheiden, ob ich auf Grund meiner Wunden und Narben zu ihm sage: "Ich kann das nicht! Ich kann deine Freundschaft nicht annehmen und ich kann dir nicht vertrauen!" oder ob ich das annehmen und ihn bedingungslos zurück lieben will.
Ich habe gehört, dass er dir auch eine Freundschaftseinladung geschickt hat. Was wirst du tun? Nimmst du sie an?
Sonntag, 9. November 2008
Das Leben ist eine Autobahn ...
Neben mir quängeld grad ein Kind. Eigentlich sollte es schon längst schlafen, aber aus irgendeinem Grund, will es nicht. Ich habe heute Abend spontan zugesagt, babysitten zu gehen. Und der Abend versprach recht gechillt zu werden... Nun ja, das kleine Baby ist trotzdem echt süß =)
Ich stelle fest, dass mein Stundenplan sich so langsam füllt und ich nun weiß, was ich zu tun habe. Aber wenn mich jemand fragt, was denn so meine Aufgaben sind, weiß ich nie so richtig, was ich sagen soll... Ich kann so schlecht in Worte fassen, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache, aber ich weiß, dass mir selten langweilig ist.
Zur Zeit ist mein langzeit Auftrag, Interviews mit den Greiffitimitarbeitern zu machen. Ich finde es so spannend, mir die Geschichten von anderen anzuhören! Also, wirklich =) Es macht echt total Spaß und ich bin schon sehr gespannt, was ich dann aus den Interviews machen kann. Wahrscheinlich wird aus den Geschichten ein Heftchen oder kleines Buch entstehen.
Letztens hat es den ganzen Tag geregnet. Ich kam schon durchweicht im Büro an und hatte dann absolut keine Lust, in die Stadt zu fahren, aber ich brauchte noch Geld und ein Zugticket, also kam ich nicht darum herum. Ich fuhr also bei strömendem Regen über einen schlecht ausgebauten Fahrradweg und spielte Pfützenrally. Mein Zeil war, allen Pfützen auszuweichen, um nicht nass zu werden. Doch manchmal gab es kein entkommen mehr. Dann konnte ich nur noch sagen: "Beine hoch und durch!"
Oh, juhu, das Kind schläft endlich. Jetzt ist also so langsam Ruhe eingekehrt...
Ich stelle fest, dass mein Stundenplan sich so langsam füllt und ich nun weiß, was ich zu tun habe. Aber wenn mich jemand fragt, was denn so meine Aufgaben sind, weiß ich nie so richtig, was ich sagen soll... Ich kann so schlecht in Worte fassen, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache, aber ich weiß, dass mir selten langweilig ist.
Zur Zeit ist mein langzeit Auftrag, Interviews mit den Greiffitimitarbeitern zu machen. Ich finde es so spannend, mir die Geschichten von anderen anzuhören! Also, wirklich =) Es macht echt total Spaß und ich bin schon sehr gespannt, was ich dann aus den Interviews machen kann. Wahrscheinlich wird aus den Geschichten ein Heftchen oder kleines Buch entstehen.
Letztens hat es den ganzen Tag geregnet. Ich kam schon durchweicht im Büro an und hatte dann absolut keine Lust, in die Stadt zu fahren, aber ich brauchte noch Geld und ein Zugticket, also kam ich nicht darum herum. Ich fuhr also bei strömendem Regen über einen schlecht ausgebauten Fahrradweg und spielte Pfützenrally. Mein Zeil war, allen Pfützen auszuweichen, um nicht nass zu werden. Doch manchmal gab es kein entkommen mehr. Dann konnte ich nur noch sagen: "Beine hoch und durch!"
Oh, juhu, das Kind schläft endlich. Jetzt ist also so langsam Ruhe eingekehrt...
Freitag, 24. Oktober 2008
here I come
Ich habe gerade bemerkt, dass ich meinen letzten Eintrag vor fast einem Monat gemacht habe... Es wird mal wieder Zeit, ein bisschen was über die neuesten Entwicklungen zu berichten.
Für alle, die es noch nicht wissen (und das dürften inzwischen relativ wenige sein): Ich lasse mich morgen, am 25.10., taufen.
Allerdings wusste ich bis vor kurzem noch nicht, wie ich von Greifswald nach Hause komme. Ich wollte gerne mit einem Auto runter fahren, aber ich wusste nicht, wen ich fragen sollte.
Am Dienstag wusste ich immer noch nichts Neues. Abends war ein SMD-Treffen. Ich wusste von zwei Leuten, die ein Auto haben, doch es stellte sich heraus, dass eins kaputt und das andere für mich nicht versichert ist. Und so langsam machte sich Panik bei mir breit. Es gab noch eine weitere Studentin in der SMD, die ein Auto hat, doch ich kannte sie gar nicht.
Ein Bekannter rief dann für mich bei ihr an und sie willigte ein, mir ihr Auto zu leihen. Leider ist das Auto erst für Fahrer ab 23 versichert, aber ich dachte, dass das kein Problem sein würde, da eine Freundin mitkommen wollte, die 23 ist. Als sie ich dann aber fragte, ob sie fahren würde, war sie nicht sehr begeistert.
Ich stand also schon wieder vor einer Schranke... Erst hatte ich kein Auto und nachdem ich eins gefunden hatte, hatte ich keinen Fahrer.
Ich hatte schon vorher einen Kumpel gefragt, ob er mitkommen wollte, aber er war sich nicht sicher, ob er Zeit haben würde. Er blieb dann meine letzte Hoffnung...
Nachdem ich ihm etwa 30 Minuten Bedenkzeit gegeben hatte, musste er sich entscheiden. Und er sagte zu...
(An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein riesiges Danke an dich einwerfen, ich vermute, dass du das irgendwann liest=))
Ich weiß nicht, ob man sich vorstellen kann, wie ich mich gefühlt habe, nachdem endlich alles geklärt war, ich ein Auto und einen Fahrer hatte und endlich wusste, wie und mit wie vielen Gästen ich zu meiner Taufe fahren kann.
Als ich mit dem Fahrrad zurück zu meinem Zimmer fuhr, hätte ich am liebsten laut gesungen und Gott danke gesagt, aber ich hab mich nicht getraut... Leise vor mich hingesungen habe ich dann doch ...
Für alle, die es noch nicht wissen (und das dürften inzwischen relativ wenige sein): Ich lasse mich morgen, am 25.10., taufen.
Allerdings wusste ich bis vor kurzem noch nicht, wie ich von Greifswald nach Hause komme. Ich wollte gerne mit einem Auto runter fahren, aber ich wusste nicht, wen ich fragen sollte.
Am Dienstag wusste ich immer noch nichts Neues. Abends war ein SMD-Treffen. Ich wusste von zwei Leuten, die ein Auto haben, doch es stellte sich heraus, dass eins kaputt und das andere für mich nicht versichert ist. Und so langsam machte sich Panik bei mir breit. Es gab noch eine weitere Studentin in der SMD, die ein Auto hat, doch ich kannte sie gar nicht.
Ein Bekannter rief dann für mich bei ihr an und sie willigte ein, mir ihr Auto zu leihen. Leider ist das Auto erst für Fahrer ab 23 versichert, aber ich dachte, dass das kein Problem sein würde, da eine Freundin mitkommen wollte, die 23 ist. Als sie ich dann aber fragte, ob sie fahren würde, war sie nicht sehr begeistert.
Ich stand also schon wieder vor einer Schranke... Erst hatte ich kein Auto und nachdem ich eins gefunden hatte, hatte ich keinen Fahrer.
Ich hatte schon vorher einen Kumpel gefragt, ob er mitkommen wollte, aber er war sich nicht sicher, ob er Zeit haben würde. Er blieb dann meine letzte Hoffnung...
Nachdem ich ihm etwa 30 Minuten Bedenkzeit gegeben hatte, musste er sich entscheiden. Und er sagte zu...
(An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein riesiges Danke an dich einwerfen, ich vermute, dass du das irgendwann liest=))
Ich weiß nicht, ob man sich vorstellen kann, wie ich mich gefühlt habe, nachdem endlich alles geklärt war, ich ein Auto und einen Fahrer hatte und endlich wusste, wie und mit wie vielen Gästen ich zu meiner Taufe fahren kann.
Als ich mit dem Fahrrad zurück zu meinem Zimmer fuhr, hätte ich am liebsten laut gesungen und Gott danke gesagt, aber ich hab mich nicht getraut... Leise vor mich hingesungen habe ich dann doch ...
Sonntag, 28. September 2008
Fragen wir zu viel?
Wo gehen wir hin,
wenn wir am Ende des Tunnels sind?
Was ist der Sinn,
wenn wir leben und es stirbt ein Kind?
Wer hat da die Hand im Spiel,
wenn das Leben sinnlos scheint?
Wo ist unser Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt?
Fragen wir zu viel?
Eine Freundin hat mir heute eine Frage gestellt, die mich irgendwie nicht mehr loslässt. Ich hab mich das vorher schon oft gefragt, aber eine Antwort darauf wusste ich nie so richtig.
Was passiert, wenn ein Kind stirbt, das noch nie von Gott gehört hat? Ist es dann bei Gott, oder ist es verloren?
Ich weiß es nicht wirklich, ich kann mir diese Frage nicht beantworten, aber während ich darüber nachdenke, versuche ich, es mir irgendwie zu erklären.
Ich glaube, dass Kinder wenn sie noch jung sind, einfach an Gott glauben, ohne viel nachzufragen. Sie vertrauen einfach. Sie haben noch einen kindlichen Glauben. Jesus selber hat gesagt, dass wir werden sollen, wie die Kinder, weil diese noch glauben und vertrauen, ohne alles verstehen zu wollen. Und dadurch gehören sie automatisch zu Gott und ich glaube, dass er sie dann auch zu sich nehmen wird, wenn sie sterben.
Gott kann doch nicht so ungerecht sein und die Kinder einfach sterben lassen, oder?
Nein, ich glaube nicht, dass er ungerecht ist. Es sieht nur von unserer Perspektive aus betrachtet ungerecht aus. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was Gott sich dabei denkt.
"Alle Menschen sorgen sich um das Kind. Jeder gibt sein Bestes. 100 mal quält man dieses Kind. Den Eltern macht man Hoffnung. Illusionen, die wieder zerstört werden. Alle Ärzte kümmern sich, alle Schwestern. Und dann stehst du daneben und es ist vorbei. Und nicht mal einfach so, nein, unter Schmerzen. Warum??????? Wenn dieses Kind doch zu Gott gehört, dann hat es das nicht verdient..."
Warum haben Paulus und Petrus einen total grausamen Tod erlitten, obwohl sie zu Gott gehört haben?? Warum gab es schon so viele Menschen in China und Nord-Korea, die wegen ihrem Glauben brutal ermordet wurden?? Sie haben alle zu Gott gehört....und doch hat er sie zu sich genommen.
Ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Aber ich habe eine Hoffnung.
Ich glaube an Gott und ich glaube, dass diejenigen, die ihn kennen und an ihn glauben, nicht verloren gehen, wenn sie sterben. Das ist alles, an das ich mich klammern kann, wenn das Leben an seine Grenzen zu kommen scheint.
Wir gehen zu Gott,
am Ende des Tunnels.
Der Sinn ist zu leben,
trotz dieses Rummels.
Gott ist da,
auch wenn das Leben sinnlos scheint.
Und er ist und bleibt das Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt.
Ihn dürfen wir immer fragen.
wenn wir am Ende des Tunnels sind?
Was ist der Sinn,
wenn wir leben und es stirbt ein Kind?
Wer hat da die Hand im Spiel,
wenn das Leben sinnlos scheint?
Wo ist unser Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt?
Fragen wir zu viel?
Eine Freundin hat mir heute eine Frage gestellt, die mich irgendwie nicht mehr loslässt. Ich hab mich das vorher schon oft gefragt, aber eine Antwort darauf wusste ich nie so richtig.
Was passiert, wenn ein Kind stirbt, das noch nie von Gott gehört hat? Ist es dann bei Gott, oder ist es verloren?
Ich weiß es nicht wirklich, ich kann mir diese Frage nicht beantworten, aber während ich darüber nachdenke, versuche ich, es mir irgendwie zu erklären.
Ich glaube, dass Kinder wenn sie noch jung sind, einfach an Gott glauben, ohne viel nachzufragen. Sie vertrauen einfach. Sie haben noch einen kindlichen Glauben. Jesus selber hat gesagt, dass wir werden sollen, wie die Kinder, weil diese noch glauben und vertrauen, ohne alles verstehen zu wollen. Und dadurch gehören sie automatisch zu Gott und ich glaube, dass er sie dann auch zu sich nehmen wird, wenn sie sterben.
Gott kann doch nicht so ungerecht sein und die Kinder einfach sterben lassen, oder?
Nein, ich glaube nicht, dass er ungerecht ist. Es sieht nur von unserer Perspektive aus betrachtet ungerecht aus. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was Gott sich dabei denkt.
"Alle Menschen sorgen sich um das Kind. Jeder gibt sein Bestes. 100 mal quält man dieses Kind. Den Eltern macht man Hoffnung. Illusionen, die wieder zerstört werden. Alle Ärzte kümmern sich, alle Schwestern. Und dann stehst du daneben und es ist vorbei. Und nicht mal einfach so, nein, unter Schmerzen. Warum??????? Wenn dieses Kind doch zu Gott gehört, dann hat es das nicht verdient..."
Warum haben Paulus und Petrus einen total grausamen Tod erlitten, obwohl sie zu Gott gehört haben?? Warum gab es schon so viele Menschen in China und Nord-Korea, die wegen ihrem Glauben brutal ermordet wurden?? Sie haben alle zu Gott gehört....und doch hat er sie zu sich genommen.
Ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Aber ich habe eine Hoffnung.
Ich glaube an Gott und ich glaube, dass diejenigen, die ihn kennen und an ihn glauben, nicht verloren gehen, wenn sie sterben. Das ist alles, an das ich mich klammern kann, wenn das Leben an seine Grenzen zu kommen scheint.
Wir gehen zu Gott,
am Ende des Tunnels.
Der Sinn ist zu leben,
trotz dieses Rummels.
Gott ist da,
auch wenn das Leben sinnlos scheint.
Und er ist und bleibt das Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt.
Ihn dürfen wir immer fragen.
Freitag, 26. September 2008
living on the bright side of life...
Ich muss ja zugeben, dass ich am Anfang damit gerechnet und mich eigentlich auch schon drauf eingestellt habe, dass ich die ganze Zeit alleine und gelangweilt auf meinem Zimmer hocke... Doch inzwischen musste vor allem meine Familie schmerzlich feststellen, dass ich nicht ständig in meinem Zimmerchen sitzte und außer telefonieren nix zu tun hab. Ich bin echt ziemlich viel unterwegs und Langeweile hatte ich in der Zeit, wo ich hier oben bin, eigentlich noch nie =) Irgendwas ist immer los und ich genieße es.
Eine Erfahrung dieser Woche will ich noch erzählen: Wir haben am Dienstag zum ersten Mal unser neues Jugendcafe geöffnet... Leider wurde im Vorfeld noch keine Werbung dafür gemacht. Deshalb saßen wir zu 6. oder 7. da und konnten die Zeit nutzen, uns endlich einen Namen zu überlegen. Obwohl wir 'ne ganze Weile diskutiert haben, konnten wir uns nicht auf einen Namen einigen und so saßen wir ziemlich ratlos rum. Bis eine auf die Idee kam, zu beten. Nach dem Gebet hat jeder seine erste spontane Idee gesagt und einen Namen davon fanden wir alle total cool. Nachdem wir die Schreibweise ein wenig verändert hatten, hatten wir inerhalb von 5 Minuten einen Namen gefunden, mit dem alle einverstanden waren und mit dem wir auch etwas verbanden: CallaR (abgeleitet von dem englischen Wort colour).
Eine Erfahrung dieser Woche will ich noch erzählen: Wir haben am Dienstag zum ersten Mal unser neues Jugendcafe geöffnet... Leider wurde im Vorfeld noch keine Werbung dafür gemacht. Deshalb saßen wir zu 6. oder 7. da und konnten die Zeit nutzen, uns endlich einen Namen zu überlegen. Obwohl wir 'ne ganze Weile diskutiert haben, konnten wir uns nicht auf einen Namen einigen und so saßen wir ziemlich ratlos rum. Bis eine auf die Idee kam, zu beten. Nach dem Gebet hat jeder seine erste spontane Idee gesagt und einen Namen davon fanden wir alle total cool. Nachdem wir die Schreibweise ein wenig verändert hatten, hatten wir inerhalb von 5 Minuten einen Namen gefunden, mit dem alle einverstanden waren und mit dem wir auch etwas verbanden: CallaR (abgeleitet von dem englischen Wort colour).
Freitag, 19. September 2008
an der Ostseeküste...
Ja, Greifswald ist schön. Aber nein, das Wetter gefällt mir nicht...Aber letztendlich ist das ja nur Nebensache. Leider habe ich kein Auto und so muss ich dann jeden Morgen zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wenn's regnet ist das nicht so schön...Die Leute, die ich dann antreffe, entschädigen allerdings jegliche Unannehmlichkeiten auf dem Weg. Ich würde sagen, dass ich die Hälfte der Arbeitszeit lache =)
Als ich am Mittwoch Abend letzte Woche hier ankam, hat mich die Größe (bzw. Kleine) meines Zimmers ein wenig erschreckt, aber inzwischen find ich's voll gemütlich...
Am Donnerstag Abend habe ich eine alte Freundin wieder getroffen, die vor 3 Jahren hier her gezogen ist und wir haben dann die letzten 3 Jahre im Gespräch wieder aufgeholt.
Freitag habe ich meine Arbeitskollegen und meinen Chef kennen gelernt.
Ich stand etwas schüchtern in der Küchentür, während ich auf den Jugendpastor wartete. Ein FSJ-ler (es gibt zur Zeit zwei, wie ich später herausfand) wuselte herum und ich fühlte mich ein bisschen verloren. Als Torsten Kiefer dann endlich kam, fand ich schnell heraus, dass er sehr nett ist. Nach einer Einführung in den Aufbau von Greiffiti (das ist der Jugendgottesdienst, der ein mal im Monat stattfindet und bei dem ich hauptsächlich arbeite), durfte ich mit den FSJ-lern einen Kalender basteln. Vermutlich haben wir mehr gelacht als gemalt...
Das Wochenende über war ein Visionswochenende. Erst da hat sich mein Aufgabenfeld ein wenig mehr herauskristalisiert. Ich werde jetzt bei 4 verschiedenen Teams mitmachen, die den Greiffiti vorbereiten (Deko-Team, Öffentlichkeits-Arbeits-Team, Ideen-Team und Band), bei einer Schulkooperativen Arbeit helfen und mir einen Konfikurs anschauen. Vielleicht kann ich sogar mit den Konfis eine Band auf die Beine stellen.
Am Freitag Abend hab ich mich schon ziemlich einsam zwischen 50 neuen Leuten gefühlt und hab beschlossen, früh ins Bett zu gehen. Nachdem Torsten mich am nächsten Tag vorgestellt hatte, wurde es besser. Erstens habe ich mich wohler gefühlt und zweitens war ich für die Anderen nicht mehr irgendeine Fremde, sondern sie wussten, warum ich dabei war. Und so langsam bin ich dann auch aufgetaut...(ich bin echt froh, dass ich nicht mehr so schüchtern wie vor 3 Jahren bin...da hat's immer ewig gedauert, bis ich mal aufgetaut bin und mich Leute so erlebt haben, wie sie mich jetzt so kennen). Und dann wurde es echt lustig, vor allem mit den beiden FSJ-lern...Das hat sich dann natürlich im Büro fortgesetzt....
Alles in allem, kann ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle hier oben und dass es mir inzwischen so vorkommt, als wäre ich schon eine halbe Ewigkeit hier, obwohl ich grade mal vor einer Woche umgezogen bin. Um es mal mit den Worten eines Kumpels auszudrücken: "Gott hat scheinbar ins Schwarze getroffen!".
Aber irgendwie vermisse ich meine Heimat auch (ja, ich weiß, das musste ich ja jetzt sagen...). Schade ist nur, dass ich hier eigentlich nicht so richtig ans Internet komme und ich dadurch auch nicht so viel Kontakt zu euchte. Irgendwie scheinen Briefe und Telefon bei vielen aus der Mode gekommen zu sein =)
Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende.
@ Genthiner: Ich denk an euch und bete für euch! Viel Spass und gute Gespräche bem Kartoffelfest!
Liebste Grüße aus dem hohen Norden =)
Als ich am Mittwoch Abend letzte Woche hier ankam, hat mich die Größe (bzw. Kleine) meines Zimmers ein wenig erschreckt, aber inzwischen find ich's voll gemütlich...
Am Donnerstag Abend habe ich eine alte Freundin wieder getroffen, die vor 3 Jahren hier her gezogen ist und wir haben dann die letzten 3 Jahre im Gespräch wieder aufgeholt.
Freitag habe ich meine Arbeitskollegen und meinen Chef kennen gelernt.
Ich stand etwas schüchtern in der Küchentür, während ich auf den Jugendpastor wartete. Ein FSJ-ler (es gibt zur Zeit zwei, wie ich später herausfand) wuselte herum und ich fühlte mich ein bisschen verloren. Als Torsten Kiefer dann endlich kam, fand ich schnell heraus, dass er sehr nett ist. Nach einer Einführung in den Aufbau von Greiffiti (das ist der Jugendgottesdienst, der ein mal im Monat stattfindet und bei dem ich hauptsächlich arbeite), durfte ich mit den FSJ-lern einen Kalender basteln. Vermutlich haben wir mehr gelacht als gemalt...
Das Wochenende über war ein Visionswochenende. Erst da hat sich mein Aufgabenfeld ein wenig mehr herauskristalisiert. Ich werde jetzt bei 4 verschiedenen Teams mitmachen, die den Greiffiti vorbereiten (Deko-Team, Öffentlichkeits-Arbeits-Team, Ideen-Team und Band), bei einer Schulkooperativen Arbeit helfen und mir einen Konfikurs anschauen. Vielleicht kann ich sogar mit den Konfis eine Band auf die Beine stellen.
Am Freitag Abend hab ich mich schon ziemlich einsam zwischen 50 neuen Leuten gefühlt und hab beschlossen, früh ins Bett zu gehen. Nachdem Torsten mich am nächsten Tag vorgestellt hatte, wurde es besser. Erstens habe ich mich wohler gefühlt und zweitens war ich für die Anderen nicht mehr irgendeine Fremde, sondern sie wussten, warum ich dabei war. Und so langsam bin ich dann auch aufgetaut...(ich bin echt froh, dass ich nicht mehr so schüchtern wie vor 3 Jahren bin...da hat's immer ewig gedauert, bis ich mal aufgetaut bin und mich Leute so erlebt haben, wie sie mich jetzt so kennen). Und dann wurde es echt lustig, vor allem mit den beiden FSJ-lern...Das hat sich dann natürlich im Büro fortgesetzt....
Alles in allem, kann ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle hier oben und dass es mir inzwischen so vorkommt, als wäre ich schon eine halbe Ewigkeit hier, obwohl ich grade mal vor einer Woche umgezogen bin. Um es mal mit den Worten eines Kumpels auszudrücken: "Gott hat scheinbar ins Schwarze getroffen!".
Aber irgendwie vermisse ich meine Heimat auch (ja, ich weiß, das musste ich ja jetzt sagen...). Schade ist nur, dass ich hier eigentlich nicht so richtig ans Internet komme und ich dadurch auch nicht so viel Kontakt zu euchte. Irgendwie scheinen Briefe und Telefon bei vielen aus der Mode gekommen zu sein =)
Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende.
@ Genthiner: Ich denk an euch und bete für euch! Viel Spass und gute Gespräche bem Kartoffelfest!
Liebste Grüße aus dem hohen Norden =)
Dienstag, 2. September 2008
mein Auftrag
Mission: Cathlin allein in einer Wohnung
Start: 10.09.2008
Ende: 17.01.2009
Ziel: Greifswald - Germany
Adresse: Burgstraße 30 / 17489 Greifswald
Montag, 1. September 2008
auf in die Welt
Zu Hause. Jeder spricht diese Worte immer wieder aus, aber jeder definiert sie anders. Wo ist mein zu Hause, wenn ich von dem Ort wegziehe, den ich bisher immer als mein zu Hause bezeichnet habe? Bleibt mein zu Hause mein zu Hause, oder wird irgendwann der neue Ort mein zu Hause? Kann man zwei zu Hauses haben?
Ich verlasse jetzt also mein zu Hause, meine gewohnte Umgebung, meine Freunde, meine Familie. Eigentlich so gut wie alles. Auf in die Welt! Ich wollte immer Abenteuer mit Gott erleben, ihm völlig vertrauen müssen. Und jetzt ist es so weit...
Ich habe ewig überlegt, hatte keine Lust, mir was zu suchen, das ich zwischen Abiturzeugnis und Australien machen kann. Außerdem hatte Gott mir gesagt, dass ich ihm vertrauen soll. Ich stand also da, wusste nicht, was auf mich zukommen würde und versuchte, Gott zu vertrauen.
Irgendwann habe ich dann doch angefangen, verschiedene Jugendkirchen anzuschauen und habe eine erste Mail nach Nürnberg geschickt. Aber irgendwie hatte ich immer, nachdem ich eine Mail zurück bekam, nicht mehr so viel Lust, dort hin zu gehen.
Kurz bevor die Sommerlager begannen, schrieb ich eine eMail nach Greifswald. Eigentlich sah es nicht sehr vielversprechend aus und ich vermutete, dass sie sowieso keine Praktikantin mehr brauchen würden. Doch schon nach einer Stunde kam eine Mail zurück, in der der Jugendreferent sagte, dass er sich gut vorstellen könne, dass ich ein Praktikum bei ihm machen würde. Ich war total begeistert. Dann fuhren wir beide für zwei einhalb Wochen weg und konnten keine weiteren Details klären.
Als ich von den Sommerlagern wieder zu Hause war, wartete ich ungeduldig auf seine Rückkehr und eine Meldung von ihm. Doch sie bleib aus. Und ich war verunsichert, denn das Praktikum sollte zwei Wochen später anfangen. Ich wusste weder, wo ich wohnen sollte, noch, wie das Praktikum aussehen würde.
Am Freitag, 29.08., rief er mich kurz vor dem Gottesdienst an. Endlich. Er gab mir zwei Nummern, bei denen ich mich wegen eines Zimmers melden könnte.
Ich sollte also innerhalb von eineinhalb Wochen ein Zimmer finden. Vorher hatte ich gedacht, dass der Jugendreferent schon etwas in Aussicht hätte. Also gut, einfach anrufen. Ich hasse es, bei Leuten anzurufen, die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann...
Und dann kam langsam auch Unsicherheit hinzu. Will Gott wirklich, dass ich nach Greifswald gehe? Woher kann ich mir denn sicher sein?
Als ich am Samstag bei der ersten Nummer anrief, stellte ich schnell fest, dass die Frau am anderen Ende sehr nett war. Und sie hatte sogar ein Zimmer frei, das ich auch in eineinhalb Wochen beziehen könnte. Der Preis schreckte mich zunächste ein Wenig ab, aber als sie erfuhr, dass ich ein ehrenamtliches Praktikum machen würde, kam sie mir entgegen und meinte, dass wir keinen Mietvertrag abschließen würden, sondern ich den Mietpreis sozusagen als Spende an sie verstehen könne.
Was??? WoW!! Gott ist echt cool! Ich habe jetzt also ein Zimmer in Greifswald, für das ich nicht mehr bezahlen muss, als ich aufbringen kann! Und Gott meinte am selben Tag zu mir: "Go and do my will!"
Da blieb mir nur zu sagen: Auf in die Welt!
Ich verlasse jetzt also mein zu Hause, meine gewohnte Umgebung, meine Freunde, meine Familie. Eigentlich so gut wie alles. Auf in die Welt! Ich wollte immer Abenteuer mit Gott erleben, ihm völlig vertrauen müssen. Und jetzt ist es so weit...
Ich habe ewig überlegt, hatte keine Lust, mir was zu suchen, das ich zwischen Abiturzeugnis und Australien machen kann. Außerdem hatte Gott mir gesagt, dass ich ihm vertrauen soll. Ich stand also da, wusste nicht, was auf mich zukommen würde und versuchte, Gott zu vertrauen.
Irgendwann habe ich dann doch angefangen, verschiedene Jugendkirchen anzuschauen und habe eine erste Mail nach Nürnberg geschickt. Aber irgendwie hatte ich immer, nachdem ich eine Mail zurück bekam, nicht mehr so viel Lust, dort hin zu gehen.
Kurz bevor die Sommerlager begannen, schrieb ich eine eMail nach Greifswald. Eigentlich sah es nicht sehr vielversprechend aus und ich vermutete, dass sie sowieso keine Praktikantin mehr brauchen würden. Doch schon nach einer Stunde kam eine Mail zurück, in der der Jugendreferent sagte, dass er sich gut vorstellen könne, dass ich ein Praktikum bei ihm machen würde. Ich war total begeistert. Dann fuhren wir beide für zwei einhalb Wochen weg und konnten keine weiteren Details klären.
Als ich von den Sommerlagern wieder zu Hause war, wartete ich ungeduldig auf seine Rückkehr und eine Meldung von ihm. Doch sie bleib aus. Und ich war verunsichert, denn das Praktikum sollte zwei Wochen später anfangen. Ich wusste weder, wo ich wohnen sollte, noch, wie das Praktikum aussehen würde.
Am Freitag, 29.08., rief er mich kurz vor dem Gottesdienst an. Endlich. Er gab mir zwei Nummern, bei denen ich mich wegen eines Zimmers melden könnte.
Ich sollte also innerhalb von eineinhalb Wochen ein Zimmer finden. Vorher hatte ich gedacht, dass der Jugendreferent schon etwas in Aussicht hätte. Also gut, einfach anrufen. Ich hasse es, bei Leuten anzurufen, die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann...
Und dann kam langsam auch Unsicherheit hinzu. Will Gott wirklich, dass ich nach Greifswald gehe? Woher kann ich mir denn sicher sein?
Als ich am Samstag bei der ersten Nummer anrief, stellte ich schnell fest, dass die Frau am anderen Ende sehr nett war. Und sie hatte sogar ein Zimmer frei, das ich auch in eineinhalb Wochen beziehen könnte. Der Preis schreckte mich zunächste ein Wenig ab, aber als sie erfuhr, dass ich ein ehrenamtliches Praktikum machen würde, kam sie mir entgegen und meinte, dass wir keinen Mietvertrag abschließen würden, sondern ich den Mietpreis sozusagen als Spende an sie verstehen könne.
Was??? WoW!! Gott ist echt cool! Ich habe jetzt also ein Zimmer in Greifswald, für das ich nicht mehr bezahlen muss, als ich aufbringen kann! Und Gott meinte am selben Tag zu mir: "Go and do my will!"
Da blieb mir nur zu sagen: Auf in die Welt!
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