Freitag, 24. Oktober 2008

here I come

Ich habe gerade bemerkt, dass ich meinen letzten Eintrag vor fast einem Monat gemacht habe... Es wird mal wieder Zeit, ein bisschen was über die neuesten Entwicklungen zu berichten.
Für alle, die es noch nicht wissen (und das dürften inzwischen relativ wenige sein): Ich lasse mich morgen, am 25.10., taufen.
Allerdings wusste ich bis vor kurzem noch nicht, wie ich von Greifswald nach Hause komme. Ich wollte gerne mit einem Auto runter fahren, aber ich wusste nicht, wen ich fragen sollte.
Am Dienstag wusste ich immer noch nichts Neues. Abends war ein SMD-Treffen. Ich wusste von zwei Leuten, die ein Auto haben, doch es stellte sich heraus, dass eins kaputt und das andere für mich nicht versichert ist. Und so langsam machte sich Panik bei mir breit. Es gab noch eine weitere Studentin in der SMD, die ein Auto hat, doch ich kannte sie gar nicht.
Ein Bekannter rief dann für mich bei ihr an und sie willigte ein, mir ihr Auto zu leihen. Leider ist das Auto erst für Fahrer ab 23 versichert, aber ich dachte, dass das kein Problem sein würde, da eine Freundin mitkommen wollte, die 23 ist. Als sie ich dann aber fragte, ob sie fahren würde, war sie nicht sehr begeistert.
Ich stand also schon wieder vor einer Schranke... Erst hatte ich kein Auto und nachdem ich eins gefunden hatte, hatte ich keinen Fahrer.
Ich hatte schon vorher einen Kumpel gefragt, ob er mitkommen wollte, aber er war sich nicht sicher, ob er Zeit haben würde. Er blieb dann meine letzte Hoffnung...
Nachdem ich ihm etwa 30 Minuten Bedenkzeit gegeben hatte, musste er sich entscheiden. Und er sagte zu...
(An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein riesiges Danke an dich einwerfen, ich vermute, dass du das irgendwann liest=))
Ich weiß nicht, ob man sich vorstellen kann, wie ich mich gefühlt habe, nachdem endlich alles geklärt war, ich ein Auto und einen Fahrer hatte und endlich wusste, wie und mit wie vielen Gästen ich zu meiner Taufe fahren kann.
Als ich mit dem Fahrrad zurück zu meinem Zimmer fuhr, hätte ich am liebsten laut gesungen und Gott danke gesagt, aber ich hab mich nicht getraut... Leise vor mich hingesungen habe ich dann doch ...

Sonntag, 28. September 2008

Fragen wir zu viel?

Wo gehen wir hin,
wenn wir am Ende des Tunnels sind?
Was ist der Sinn,
wenn wir leben und es stirbt ein Kind?
Wer hat da die Hand im Spiel,
wenn das Leben sinnlos scheint?
Wo ist unser Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt?
Fragen wir zu viel?

Eine Freundin hat mir heute eine Frage gestellt, die mich irgendwie nicht mehr loslässt. Ich hab mich das vorher schon oft gefragt, aber eine Antwort darauf wusste ich nie so richtig.
Was passiert, wenn ein Kind stirbt, das noch nie von Gott gehört hat? Ist es dann bei Gott, oder ist es verloren?
Ich weiß es nicht wirklich, ich kann mir diese Frage nicht beantworten, aber während ich darüber nachdenke, versuche ich, es mir irgendwie zu erklären.
Ich glaube, dass Kinder wenn sie noch jung sind, einfach an Gott glauben, ohne viel nachzufragen. Sie vertrauen einfach. Sie haben noch einen kindlichen Glauben. Jesus selber hat gesagt, dass wir werden sollen, wie die Kinder, weil diese noch glauben und vertrauen, ohne alles verstehen zu wollen. Und dadurch gehören sie automatisch zu Gott und ich glaube, dass er sie dann auch zu sich nehmen wird, wenn sie sterben.
Gott kann doch nicht so ungerecht sein und die Kinder einfach sterben lassen, oder?
Nein, ich glaube nicht, dass er ungerecht ist. Es sieht nur von unserer Perspektive aus betrachtet ungerecht aus. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, was Gott sich dabei denkt.
"Alle Menschen sorgen sich um das Kind. Jeder gibt sein Bestes. 100 mal quält man dieses Kind. Den Eltern macht man Hoffnung. Illusionen, die wieder zerstört werden. Alle Ärzte kümmern sich, alle Schwestern. Und dann stehst du daneben und es ist vorbei. Und nicht mal einfach so, nein, unter Schmerzen. Warum??????? Wenn dieses Kind doch zu Gott gehört, dann hat es das nicht verdient..."
Warum haben Paulus und Petrus einen total grausamen Tod erlitten, obwohl sie zu Gott gehört haben?? Warum gab es schon so viele Menschen in China und Nord-Korea, die wegen ihrem Glauben brutal ermordet wurden?? Sie haben alle zu Gott gehört....und doch hat er sie zu sich genommen.
Ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Aber ich habe eine Hoffnung.
Ich glaube an Gott und ich glaube, dass diejenigen, die ihn kennen und an ihn glauben, nicht verloren gehen, wenn sie sterben. Das ist alles, an das ich mich klammern kann, wenn das Leben an seine Grenzen zu kommen scheint.

Wir gehen zu Gott,
am Ende des Tunnels.
Der Sinn ist zu leben,
trotz dieses Rummels.
Gott ist da,
auch wenn das Leben sinnlos scheint.
Und er ist und bleibt das Ziel,
wenn sich nicht mehr alles reimt.
Ihn dürfen wir immer fragen.

Freitag, 26. September 2008

living on the bright side of life...

Ich muss ja zugeben, dass ich am Anfang damit gerechnet und mich eigentlich auch schon drauf eingestellt habe, dass ich die ganze Zeit alleine und gelangweilt auf meinem Zimmer hocke... Doch inzwischen musste vor allem meine Familie schmerzlich feststellen, dass ich nicht ständig in meinem Zimmerchen sitzte und außer telefonieren nix zu tun hab. Ich bin echt ziemlich viel unterwegs und Langeweile hatte ich in der Zeit, wo ich hier oben bin, eigentlich noch nie =) Irgendwas ist immer los und ich genieße es.
Eine Erfahrung dieser Woche will ich noch erzählen: Wir haben am Dienstag zum ersten Mal unser neues Jugendcafe geöffnet... Leider wurde im Vorfeld noch keine Werbung dafür gemacht. Deshalb saßen wir zu 6. oder 7. da und konnten die Zeit nutzen, uns endlich einen Namen zu überlegen. Obwohl wir 'ne ganze Weile diskutiert haben, konnten wir uns nicht auf einen Namen einigen und so saßen wir ziemlich ratlos rum. Bis eine auf die Idee kam, zu beten. Nach dem Gebet hat jeder seine erste spontane Idee gesagt und einen Namen davon fanden wir alle total cool. Nachdem wir die Schreibweise ein wenig verändert hatten, hatten wir inerhalb von 5 Minuten einen Namen gefunden, mit dem alle einverstanden waren und mit dem wir auch etwas verbanden: CallaR (abgeleitet von dem englischen Wort colour).

Freitag, 19. September 2008

an der Ostseeküste...

Ja, Greifswald ist schön. Aber nein, das Wetter gefällt mir nicht...Aber letztendlich ist das ja nur Nebensache. Leider habe ich kein Auto und so muss ich dann jeden Morgen zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wenn's regnet ist das nicht so schön...Die Leute, die ich dann antreffe, entschädigen allerdings jegliche Unannehmlichkeiten auf dem Weg. Ich würde sagen, dass ich die Hälfte der Arbeitszeit lache =)
Als ich am Mittwoch Abend letzte Woche hier ankam, hat mich die Größe (bzw. Kleine) meines Zimmers ein wenig erschreckt, aber inzwischen find ich's voll gemütlich...
Am Donnerstag Abend habe ich eine alte Freundin wieder getroffen, die vor 3 Jahren hier her gezogen ist und wir haben dann die letzten 3 Jahre im Gespräch wieder aufgeholt.
Freitag habe ich meine Arbeitskollegen und meinen Chef kennen gelernt.
Ich stand etwas schüchtern in der Küchentür, während ich auf den Jugendpastor wartete. Ein FSJ-ler (es gibt zur Zeit zwei, wie ich später herausfand) wuselte herum und ich fühlte mich ein bisschen verloren. Als Torsten Kiefer dann endlich kam, fand ich schnell heraus, dass er sehr nett ist. Nach einer Einführung in den Aufbau von Greiffiti (das ist der Jugendgottesdienst, der ein mal im Monat stattfindet und bei dem ich hauptsächlich arbeite), durfte ich mit den FSJ-lern einen Kalender basteln. Vermutlich haben wir mehr gelacht als gemalt...
Das Wochenende über war ein Visionswochenende. Erst da hat sich mein Aufgabenfeld ein wenig mehr herauskristalisiert. Ich werde jetzt bei 4 verschiedenen Teams mitmachen, die den Greiffiti vorbereiten (Deko-Team, Öffentlichkeits-Arbeits-Team, Ideen-Team und Band), bei einer Schulkooperativen Arbeit helfen und mir einen Konfikurs anschauen. Vielleicht kann ich sogar mit den Konfis eine Band auf die Beine stellen.
Am Freitag Abend hab ich mich schon ziemlich einsam zwischen 50 neuen Leuten gefühlt und hab beschlossen, früh ins Bett zu gehen. Nachdem Torsten mich am nächsten Tag vorgestellt hatte, wurde es besser. Erstens habe ich mich wohler gefühlt und zweitens war ich für die Anderen nicht mehr irgendeine Fremde, sondern sie wussten, warum ich dabei war. Und so langsam bin ich dann auch aufgetaut...(ich bin echt froh, dass ich nicht mehr so schüchtern wie vor 3 Jahren bin...da hat's immer ewig gedauert, bis ich mal aufgetaut bin und mich Leute so erlebt haben, wie sie mich jetzt so kennen). Und dann wurde es echt lustig, vor allem mit den beiden FSJ-lern...Das hat sich dann natürlich im Büro fortgesetzt....
Alles in allem, kann ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle hier oben und dass es mir inzwischen so vorkommt, als wäre ich schon eine halbe Ewigkeit hier, obwohl ich grade mal vor einer Woche umgezogen bin. Um es mal mit den Worten eines Kumpels auszudrücken: "Gott hat scheinbar ins Schwarze getroffen!".
Aber irgendwie vermisse ich meine Heimat auch (ja, ich weiß, das musste ich ja jetzt sagen...). Schade ist nur, dass ich hier eigentlich nicht so richtig ans Internet komme und ich dadurch auch nicht so viel Kontakt zu euchte. Irgendwie scheinen Briefe und Telefon bei vielen aus der Mode gekommen zu sein =)
Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende.
@ Genthiner: Ich denk an euch und bete für euch! Viel Spass und gute Gespräche bem Kartoffelfest!
Liebste Grüße aus dem hohen Norden =)

Dienstag, 2. September 2008

mein Auftrag


Mission: Cathlin allein in einer Wohnung

Start: 10.09.2008

Ende: 17.01.2009

Ziel: Greifswald - Germany

Adresse: Burgstraße 30 / 17489 Greifswald

Montag, 1. September 2008

auf in die Welt

Zu Hause. Jeder spricht diese Worte immer wieder aus, aber jeder definiert sie anders. Wo ist mein zu Hause, wenn ich von dem Ort wegziehe, den ich bisher immer als mein zu Hause bezeichnet habe? Bleibt mein zu Hause mein zu Hause, oder wird irgendwann der neue Ort mein zu Hause? Kann man zwei zu Hauses haben?
Ich verlasse jetzt also mein zu Hause, meine gewohnte Umgebung, meine Freunde, meine Familie. Eigentlich so gut wie alles. Auf in die Welt! Ich wollte immer Abenteuer mit Gott erleben, ihm völlig vertrauen müssen. Und jetzt ist es so weit...
Ich habe ewig überlegt, hatte keine Lust, mir was zu suchen, das ich zwischen Abiturzeugnis und Australien machen kann. Außerdem hatte Gott mir gesagt, dass ich ihm vertrauen soll. Ich stand also da, wusste nicht, was auf mich zukommen würde und versuchte, Gott zu vertrauen.
Irgendwann habe ich dann doch angefangen, verschiedene Jugendkirchen anzuschauen und habe eine erste Mail nach Nürnberg geschickt. Aber irgendwie hatte ich immer, nachdem ich eine Mail zurück bekam, nicht mehr so viel Lust, dort hin zu gehen.
Kurz bevor die Sommerlager begannen, schrieb ich eine eMail nach Greifswald. Eigentlich sah es nicht sehr vielversprechend aus und ich vermutete, dass sie sowieso keine Praktikantin mehr brauchen würden. Doch schon nach einer Stunde kam eine Mail zurück, in der der Jugendreferent sagte, dass er sich gut vorstellen könne, dass ich ein Praktikum bei ihm machen würde. Ich war total begeistert. Dann fuhren wir beide für zwei einhalb Wochen weg und konnten keine weiteren Details klären.
Als ich von den Sommerlagern wieder zu Hause war, wartete ich ungeduldig auf seine Rückkehr und eine Meldung von ihm. Doch sie bleib aus. Und ich war verunsichert, denn das Praktikum sollte zwei Wochen später anfangen. Ich wusste weder, wo ich wohnen sollte, noch, wie das Praktikum aussehen würde.
Am Freitag, 29.08., rief er mich kurz vor dem Gottesdienst an. Endlich. Er gab mir zwei Nummern, bei denen ich mich wegen eines Zimmers melden könnte.
Ich sollte also innerhalb von eineinhalb Wochen ein Zimmer finden. Vorher hatte ich gedacht, dass der Jugendreferent schon etwas in Aussicht hätte. Also gut, einfach anrufen. Ich hasse es, bei Leuten anzurufen, die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann...
Und dann kam langsam auch Unsicherheit hinzu. Will Gott wirklich, dass ich nach Greifswald gehe? Woher kann ich mir denn sicher sein?
Als ich am Samstag bei der ersten Nummer anrief, stellte ich schnell fest, dass die Frau am anderen Ende sehr nett war. Und sie hatte sogar ein Zimmer frei, das ich auch in eineinhalb Wochen beziehen könnte. Der Preis schreckte mich zunächste ein Wenig ab, aber als sie erfuhr, dass ich ein ehrenamtliches Praktikum machen würde, kam sie mir entgegen und meinte, dass wir keinen Mietvertrag abschließen würden, sondern ich den Mietpreis sozusagen als Spende an sie verstehen könne.
Was??? WoW!! Gott ist echt cool! Ich habe jetzt also ein Zimmer in Greifswald, für das ich nicht mehr bezahlen muss, als ich aufbringen kann! Und Gott meinte am selben Tag zu mir: "Go and do my will!"
Da blieb mir nur zu sagen: Auf in die Welt!

Sonntag, 31. August 2008

welcome

Hallo =)
Ich habe mich tatsächlich in die Welt der Blogs getraut...Mal sehen, wie oft ich schreiben kann/werde.
Ich hoffe, dass ich euch so auf dem Laufenden halten kann, was ich grade so mache und wie's mir geht. Für Nachfragen bin ich immer offen =)
Der erste richtige Eintrag kommt demnächst...
Liebste Grüße von mir